Sachstandsbericht

 
Zur Vorbereitung auf das HilfeplangesprĂ€ch (HPG) wird von dir ein Sachstandsbericht angefertigt. Dort schilderst du deine UnterstĂŒtzung und reflektierst deine Arbeit und die Fortschritte deines SchĂŒtzlings. Der Bericht wird erst zu deiner/m Koordinator*in geschickt, dann mit den Eltern und der Schule besprochen bevor er schließlich dem Jugendamt ĂŒbermittelt wird.
Der Bericht bildet das Fundament des darauffolgenden HPGs. 


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 Allgemeine Hinweise, damit dein Sachstandsbericht ein voller Erfolg wird!

Du solltest..

  • Nicht in der Ich-Form schreiben
  • Versuchen dich so objektiv wie möglich auszudrĂŒcken
  • Beschreiben statt bewerten 
  • Persönliche Details vermeiden
  • Nicht jedes Feld ausfĂŒllen, wenn dir zu dem Thema nichts einfĂ€llt oder keine Informationen vorliegen.  


So wenig Detail wie möglich, so viel Detail wie nötig!


So bearbeitest du die einzelnen Abschnitte

Du hast noch nie einen Sachstandsbericht ausgefĂŒllt? Oder möchtest einfach noch einmal genau wissen, wie du einen erfolgreichen Sachstandsbericht schreibst? Dann bist du hier genau richtig!

Ein kleiner Tipp dafĂŒr:

Bevor du mit dem AusfĂŒllen der Kategorien beginnst, bearbeite doch am besten zunĂ€chst die letzte Seite des Sachstandesberichtes. Es hilft außerdem sehr, wenn du dir noch einmal die letzten Kontaktdokumentationen im Jugendhilfemanager durchliest. Dann hast du die StĂ€rken und Ressourcen deines SchĂŒtzling besser im Blick und der Sachstandsbericht wird ohne Probleme ein großer Erfolg!

Nummer 2: Umfang und Form der Zusammenarbeit

Hier solltest du:

  • Die Zusammenarbeit mit Familie und Schule beschreiben
  • Beschreiben, wie die Kommunikation stattfindet (sowohl mit den Eltern als auch mit der Schule)

Inspirationen fĂŒr dich:

Welche QualitÀt hat die Kommunikation?
Werden Abmachungen vereinbart?
Halten sich alle Parteien an die Abmachungen?

Nummer 3: Betreuungsverlauf im Berichtszeitraum

3a Aktuelle Familiensituation 

Hier solltest du einbringen:

  • UmzĂŒge
  • VerĂ€nderungen der Personen, mit denen dein SchĂŒtzling zusammenlebt
  • Verschiedene Wohnsituationen (bei getrennt-lebenden Eltern).

Was du in deinen erfolgreichen Bericht NICHT einbringen solltest:

  • Geschwister
  • Die Beziehungssituation der Eltern 
  • Wohnliche Gegebenheiten 
  • InnerfamiliĂ€re Konflikte


Im HPG können Details, die die Familiensituation betreffen, besser besprochen werden. Diese Details finden nicht hier ihren Platz!

3b Besondere Wendepunkte, die den Hilfeverlauf beeinflusst haben

Hier solltest du einbringen:

  • Wechsel jeglicher Art (SB, Klasse, Schule, Wohnort etc.) 
  • Medikamente, Therapie 

        Hier nur z.B: Die Medikation wurde verĂ€ndert (keine genauen Details!)

  • QuarantĂ€ne, Schulausfall/-schließung 
  • VerĂ€nderungen im privaten Umfeld des SchĂŒtzlings.


3c Relevante Informationen zu externen und internen Ressourcen/ StÀrken

Hier solltest du:

  • Die individuellen StĂ€rken deines SchĂŒtzlings beschreiben und auch besondere UnterstĂŒtzung aus seinem Umfeld benennen
  • Dich dabei an den EinschĂ€tzungen zu EmotionalitĂ€t, Sozialverhalten und Lern- & Arbeitsverhalten von der letzten Seite orientieren


3d Relevante Informationen zum Entwicklungsstand des Kindes 

Hier solltest du:

  • im Unterschied zu 3c auch auf die Defizite deines SchĂŒtzlings eingehen 
  • die Diagnose (Störungsbild) nutzen 
  • deine Beobachtungen zum Verhalten des SchĂŒtzlings einbringen

3e Situation in der Schule unter Angabe der Schule sowie der Klasse

Hier solltest du einbringen:

  • Die Klassensituation (VerĂ€nderung)
  • Den Schulalltag
  • Den UnterstĂŒtzungsumfang
  • Klassische Situationen, in denen der SchĂŒtzling UnterstĂŒtzung von der SB benötigt
  • Wiederkehrende Verhaltensweisen/ Konflikte
  • DasSozialverhalten im Umgang mit SchĂŒler*innen, LehrkrĂ€ften, der SB
  • Die Klassenstrukturen (besondere Regelsysteme)






Nummer 4: Ziele 

Wenn es noch keine Ziele gibt, weil die Begleitung erst begonnen hat, kannst du Ziele vorschlagen. Dann setzte aber bitte den Vermerk „Vorschlag“ davor! 

Hier solltest du einbringen:

  • Die Beschreibung der UnterstĂŒtzung, um die jeweiligen Ziele zu erreichen 
  • Die Bewertung der UnterstĂŒtzung 
  • Die EinschĂ€tzung zur Erreichung des Ziels von SB und SchĂŒtzling!
  • Konsequenzen fĂŒr zukĂŒnftige Ziele 
  • Mögliche Anpassung der UnterstĂŒtzung in der Zukunft 








Nummer 5: ZusÀtzliche Aufgaben und Absprachen im Hilfeverlauf

Hier solltest du einbringen:

  • Weitere Ziele
  • Begleitung in der Pause/auf dem Schulweg

Nummer 6: Fachliche Empfehlungen und Themen fĂŒr das HPG

Hier solltest du einbringen:

  • Beobachtungen/ AuffĂ€lligkeiten im Schulalltag, die noch nicht erwĂ€hnt wurden
  • VorschlĂ€ge zu unterstĂŒtzenden Maßnahmen
  • Anregungen fĂŒr weitere Ziele.  

Nicht direkt unterschreiben!

Der Sachstandsbericht wird noch weiter bearbeitet und kommt dann schlussendlich zu dir zurĂŒck. Dann darfst du deinen erfolgreichen Sachstandsbericht unterschreiben!