Gewalt in der Familie

  • Zwischen Kindern und Eltern/ Bezugspersonen

Physische Gewalt

Körperliche Gewalt, Schläge mit Gegenständen, Treten, Kneifen, Verbrennen, Verbrühen, Vergiften, Würgen, Ersticken und Schütteln

Psychische Gewalt

Drohungen, Erniedrigungen, Einsperrung, Kontaktverbote, Isolierung, massives Ausüben von Druck

Sexuelle Gewalt

Nötigung zu sexuellen Handlungen, Vergewaltigung, sexualisierte Sprache

Symptome und Folgen bei Kindern

  • Verletzungen wie Kratzer, Platzwunden, Prellungen, Knochenbrüche, Hämatome und bleibende Schäden auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene
  • Beeinträchtigung in kognitiver und sprachlicher Leistungsfähigkeit
  • Schulische Leistungen des Kindes lassen nach
  • Störung der Konzentration
  • Verhaltensauffälligkeiten in Form von unangemessener Konfliktverarbeitung
  • Gewalt und Aggressionsbereitschaft in Konfliktfällen
  • Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen
  • Ängste und Depressionen
  • Beeinträchtigung der Gefühle und Eigenwahrnehmung
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Fehlende Kompetenzen im Sozialverhalten
  • Beeinträchtigtes Vertrauensverhältnis
  • Störungen im Selbstvertrauen und Selbstbild
  • Beziehungs- und Bindungsschwierigkeiten/ Bindungsstörungen

Risikofaktoren

  • Überlastete Lebenssituation der Familie (Überforderung, Armut, prekäre Wohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit...)
  • Depressive Störungen der Eltern
  • Gewalterfahrungen in der eigenen Kindheit der Eltern
  • Geringes Selbstwertgefühl und hohe Ängstlichkeit
  • Erhöhte Konfliktanfälligkeit und Anfälligkeit in Stresssituationen

Intervention und unterstützende Maßnahmen

Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung geht es hier weiter!

Für etwaige körperliche und seelische Schäden sollst du immer Verständnis zeigen, die Behandlung dieser obliegt aber Fachpersonal!

Ansonsten kannst du folgendes tun, um deinen Schützling zu unterstützen:

  • Hilf deinem Schützling beim Fokussieren und Konzentrieren
  • Gehe sensibel mit Ängsten und anderen psychischen Störungen um
  • Versuche das Selbstbewusstseins deines Schützlings durch Zuspruch aufzubauen
  • Unterstütze positives Sozialverhalten durch Bestärkungen und Lob
  • Bei schädlichem oder ungewünschtem Verhalten kannst du versuchen, deinen Schützling abzulenken und so das Verhalten zu unterbrechen

Quellen

Alle, F. (2020). Kindeswohlgefährdung. Das Praxishandbuch