Bindungsstörung

  • Entsteht durch soziale Vernachlässigung des Kindes durch die Bezugspersonen, während der ersten zwei bis drei Lebensjahre.


Symptomliste

  • abnormes Beziehungsmuster zu den Bezugspersonen, welches aus einer Mischung aus Annäherung und Vermeidung besteht
  • Betroffene wenden sich nur selten einer Bezugsperson zu 
  • Bindung zwischen dem Kind und der Bezugsperson ist stark unterentwickelt
  • Kinder haben meist eine eingeschränkte Interaktion mit gleichaltrigen Kindern 
  • Beeinträchtigung des sozialen Spielens 
  • Auf Andere oder sich selbst gerichtete Aggressionen können im klinischen Störungsbild der Bindungsstörung erscheinen
  • Kinder zeigen Furcht, Übervorsicht, Unglücklichsein, Mangel an emotionaler Ansprechbarkeit, Verlust oder Mangel an emotionalen Reaktionen und Apathie
  • Häufig werden reaktive Bindungsstörungen von Entwicklungsverzögerung, z.B. kognitive und sprachliche Entwicklungsverzögerung begleitet


Bindungsstörung mit Enthemmung:

Kinder nehmen aktiv Kontakt zu unbekannten Erwachsenen auf und interagieren mit ihnen. Dabei fehlt es ihnen an einer angemessenen Zurückhaltung oder sie zeigen ein übermäßig vertrautes (verbales oder körperliches) Verhalten zu der fremden Person.

Kriterien

  • beginnt in den ersten fünf Lebensjahren
  • situationsabhängige ambivalente Reaktionen
  • Ausschluss tiefgreifender Entwicklungsstörung 
  • überdurchschnittliches Klammersverhalten

Ursachen

  • Kinder erfahren wenig Liebe und Geborgenheit
  • Eltern oder Bezugspersonen wechseln häufig oder sind abwesend
  • Psychische Störung der Eltern
  • Lange soziale Vernachlässigung
  • Qualität der Bindung bzw. der gemeinsam verbrachten Zeit nicht adäquat
  • Signale des Kindes werden nicht wahrgenommen, falsch interpretiert und es wird anschliessend nicht angemessen und prompt reagiert 
  • Kind lernt nicht,  dass sein Verhalten Auswirkungen hat 
  • Mangelnde sprachliche Interaktion, Blickkontakt und feinfühliger Körperkontakt
  • Nicht ausreichender Rückhalt und emotionale Nähe zu den Eltern bzw. zur Bezugsperson 






Textquelle: Clienia AG


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Mögliche Interventionen:

  • vom/n Arzt*innen und Psycholog*innen sollten tiefergreifendere Störungen ausgeschlossen werden
  • es sollte eine Psychotherapie durchgeführt werden
  • sicheres Bindungsverhältnis bieten