Begriffserklärung

Hilfeplangespräch/HPG

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Zu Beginn der Hilfe wird vom Jugendamt ein Hilfeplan erstellt, in dem Ziele und Handlungen durch die beteiligten Personen vereinbart werden. Diese Vereinbarungen geschehen im Rahmen eines Gesprächs, dem sogenannten "Hilfeplangespräch" (HPG).

Diese Ziele und Vereinbarungen werden regelmäßig überprüft, evaluiert und auf die aktuelle Situation des Kindes und der jeweiligen Pflege- oder Herkunftsfamilie hin verändert, bestätigt oder ergänzt. Diese Überprüfung wird "Fortführung des Hilfeplans" genannt und findet ebenfalls im Rahmen eines Gesprächs statt.

Üblicherweise lädt das Jugendamt alle Beteiligten halbjährlich zu einem Hilfeplangespräch ein. Diese können im Bedarfsfall auch häufiger stattfinden, besonders dann, wenn Vereinbarungen oder Zielsetzungen zu Beginn noch nicht eindeutig festgelegt werden konnten.

Quelle: https://www.moses-online.de/ablauf-hilfeplanung


⭐️ Wie du dich auf das Hilfeplangespräch vorbereiten kannst erfährst du hier.


Sachstandsbericht

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Im Sachstandsbericht schilderst du deine Unterstützung und reflektierst deine Arbeit und die Fortschritte deines Schützlings. Der Bericht wird erst zu deiner/m jeweiligen Koordinator*inn geschickt und dann mit den Eltern und der Schule besprochen, bevor er schließlich dem Jugendamt übermittelt wird. Der Bericht bildet das Fundament des darauffolgenden HPGs. 


Im Sachstandsbericht wird neutral und objektiv der aktuelle Sachstand und ggf. der bisherige Projektverlauf wiedergegeben. Persönliche Bewertungen und die Ich-Form gehören nicht in einen Sachstandsbericht. Ein klassisches Beispiel wäre, dass man in der Projektanfangsphase einen Meilenstein (bestimmtes Ziel zum bestimmten Zeitpunkt) gesetzt hat und mit einem Sachstandsbericht die Zielerreichung abfragen will.

⭐️ Wie du einen Sachstandsbericht anfertigst erfährst du hier.

Förderschwerpunkte 

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In Deutschland unterscheidet man zwischen verschiedenen Förderschwerpunkten:

1. Förderschwerpunkt: Lernen (LE)


Personen mit Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen stellen die größte Gruppe mit sonderpädagogischem Förderbedarf dar. Hier werden alle Betroffenen von Lernstörungen und Lernbehinderungen zusammengefasst, also zum Beispiel Fälle mit Lese-Rechtschreib-Schwächen, Rechenschwächen oder mit Entwicklungsstörungen bei den schulischen Fertigkeiten.


2. Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung (GG/GE)


Die zweitgrößte Gruppe mit sonderpädagogischem Förderbedarf stellen Personen mit einer geistigen Behinderung in unterschiedlicher Stärke da. Der Intelligenzquotient liegt in Abgrenzung zur Lernbehinderung unter 70, was die Diagnose einer geistige Behinderung zur Folge hat.


3. Förderschwerpunkt: Emotionale und soziale Entwicklung (ESE)


Kinder und Jugendliche in diesem Förderschwerpunkt werden relativ häufig inklusiv unterrichtet. Sie haben oft Schwierigkeiten im Bereich Verhalten, fühlen sich von ihrer Umwelt überfordert und reagieren darauf z.B. aggressiv oder mit Rückzug. Sie brauchen Unterstützung dabei ihre Umwelt anders wahrzunehmen, mehr Selbstwert zu entwickeln und neue Verhaltensweisen zu lernen.


4. Förderschwerpunkt: Sprache (SQ)


Auch im Förderschwerpunkt Sprache ist der Anteil der inklusiv unterrichteten Kinder und Jugendlichen relativ hoch. Sie haben Probleme im Spracherwerb, mit der Stimme oder dem Redefluss und brauchen besondere Förderung in diesem Bereich, da durch die Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich auch die Entwicklung und Leistungsfähigkeit in anderen Bereichen gestört werden kann.


5. Förderschwerpunkt: Körperliche und motorische Entwicklung (KME)


Betroffene mit diesem Förderschwerpunkt haben in der Regel körperliche Behinderungen im Bereich der Stütz- und Bewegungsorgane, cerebrale Bewegungsstörungen oder schwere körperliche Erkrankungen. Eine inklusive Betrachtung macht gerade in diesem Schwerpunkt besonders deutlich, dass die Behinderung nicht durch die körperlichen Besonderheiten entsteht, sondern durch die Barrieren der Umwelt, die eine gleichberechtigte Teilhabe meistens nicht erlauben.


6. Förderschwerpunkt: Hören und Kommunikation (HK)


Diesem Förderschwerpunkt werden Personen zugeordnet, die taub sind oder eine schwere Hörschädigung haben. Fast 98% der tauben Menschen haben ein Restgehör und können mit Hilfe von Hörgeräten oder Implantaten akustische Reize wahrnehmen.


7. Förderschwerpunkt: Sehen (SE)


Blinde oder sehbehinderte Personen werden dem Förderschwerpunkt Sehen zugeordnet. Eine Sehbehinderung kann dabei unterschiedlich schwer sein und wird nach der Leistung des besseren Auges diagnostiziert.





Quelle: https://www.institut-bildung-coaching.de/wissen/lernen-hintergrundwissen/inklusion-foerderschwerpunkte.html

AO-SF-Verfahren 

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In diesem Verfahren wird ermittelt, ob ein Kind aufgrund seiner Gesamtentwicklung im gemeinsamen Unterricht in der Regelschule oder in einer Förderschule angemessen gefördert werden kann oder ob aus erheblichen gesundheitlichen Gründen eine Zurückstellung vom Schulbesuch in Betracht kommt.


Wer informiert über ein AO-SF - Verfahren?


Die Grundschulen und Förderschulen bieten für betroffene Erziehungsberechtigte Beratungsgespräche an. Nach den gesetzlichen Regelungen haben die Grundschulen die Pflicht, Eltern über die wesentlichen Gründe für die Einleitung eines AO-SF - Verfahrens zu informieren.

Die Eltern können sich vertrauensvoll an die Grundschule wenden, an welcher das Kind angemeldet wurde. Weitere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sind die Förderschule oder das Schulamt, wenn spezielle Fragen zum Verfahren auftreten.


Wer beantragt ein AO-SF - Verfahren?


Die Erziehungsberechtigten stellen einen entsprechenden Antrag beim Jugendamt. In Ausnahmefällen (bei vermutetem Förderbedarf in den Bereichen Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen) kann der Antrag auch direkt bei der Förderschule/ Kita gestellt werden. Die Schulen und Kitas unterstützen die Antragsstellung.

Es besteht die Möglichkeit, eine Förderung im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts zu beantragen. Hierfür genügt ein formloser Antrag. Auch dieser wird an das Schulamt weitergeleitet.

Sie können Ihren Anträgen weitere Unterlagen beifügen (z.B. ärztliche Gutachten oder Stellung- nahmen von Kindertageseinrichtungen, Therapeut*innen usw.).


In begründeten Fällen kann auch die Grundschule einen Antrag auf Einleitung eines AO-SF - Verfahrens stellen.


Alle Anträge müssen dem Schulamt spätestens am 15.02. des jeweiligen Jahres vorliegen.


Wer ist am AO-SF - Verfahren beteiligt?


◽️ Das Kind als Hauptperson

◽️ Die Erziehungsberechtigten

◽️ Eine Lehrerin / ein Lehrer der Grundschule

◽️ Eine Lehrerin / ein Lehrer der Förderschule

◽️ Frühfördereinrichtungen / Therapeut*innen

◽️ Das Gesundheitsamt

◽️ Das Schulamt


Wie läuft das AO-SF - Verfahren ab?


◽️ Ein Antrag auf Durchführung eines AO-SF -Verfahrens geht beim Schulamt ein.

◽️ Das Schulamt entscheidet über die Eröffnung des Verfahrens.

◽️ Das Schulamt beauftragt das Gesundheitsamt mit der Erstellung eines schulärztlichen Gutachtens sowie eine Lehrperson der Grundschule und eine Lehrperson der Förderschule mit der Erstellung eines pädagogischen Gutachtens.

◽️ Die mit der Durchführung des Verfahrens beauftragten Lehrkräfte nehmen Kontakt mit den Eltern auf. Die Erziehungsberechtigten können dabei über die Entwicklung des Kindes und vorliegende Berichte, z.B. von Therapeut*innen, Früherkennungszentren usw. informieren und/oder diese Unterlagen als Kopie den Gutachter*innen überlassen. Die Auskünfte werden dabei vertraulich behandelt.


◽️ Die Lehrkräfte beobachten das Kind im Kindergarten oder in der Schule und führen Überprüfungen bzw. Tests durch.


◽️ Im Verlauf der Untersuchungen geben die beauftragten Lehrkräfte den Eltern Gelegenheit zu einem Gespräch und informieren sie dabei über die Entwicklung ihres Kindes aus gutachterlicher Sicht. In diesem Gespräch werden den Eltern auch Fördermaßnahmen und mögliche Förderorte für das Kind genannt. Die Eltern haben dabei Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Meinung einzubringen. Diese wird in das Gutachten aufgenommen.


◽️ Das Gutachten wird dem Schulamt vorgelegt.


Wer entscheidet über den sonderpädagogischen Förderbedarf und den schulischen Förderort?


Das Schulamt beurteilt anhand des Gutachtens, ob und welcher sonderpädagogische Förderbedarf besteht und wo das Kind am besten gefördert werden kann. Wenn sich aus dem Gutachten ergibt, dass zwischen den Gutachtern und den Eltern Einvernehmen über die Gutachtenergebnisse besteht, erfolgt die sofortige Entscheidung des Schulamtes. Bestehen Unstimmigkeiten, wird den Eltern Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben und ein Gespräch im Schulamt angeboten.

Wenn sonderpädagogischer Förderbedarf vorliegt, kann der schulische Förderort eine dem ermittelten Förderbedarf entsprechende Förderschule sein oder eine Schule, an der Schüler*nnen im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts beschult werden.

Wenn ein Kind im gemeinsamen Unterricht gefördert werden kann, ist hierfür die Zustimmung des Schulträgers erforderlich. Diese Zustimmung wird vom Schulamt eingeholt.

Die Entscheidungen bezüglich der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Bestimmung des schulischen Förderortes, werden den Erziehungsberechtigten schriftlich in einem rechtsmittelfähigen Bescheid mitgeteilt und begründet.


Was müssen Erziehungsberechtigte nach der Entscheidung tun?

Die Erziehungsberechtigten melden das Kind in einer Schule an, die der Entscheidung des Schulamtes entspricht. Alle beteiligten Schulen erhalten vom Schulamt Durchschriften des Bescheides und werden auf diese Weise über die Entscheidung informiert.


Welche Rechte haben die Erziehungsberechtigten?

     

◽️ Antragstellung auf sonderpädagogische Förderung.

◽️ Gelegenheit zur Aussprache mit den Gutachter*innen auch während des Verfahrens.

◽️ Anhörung vor der Entscheidung durch das Schulamt.

◽️ Bei Bedarf hinzuziehen einer Person ihres Vertrauens bei der Anhörung.

◽️ Auf Wunsch ist es möglich, das Gutachten und die dazugehörigen Unterlagen im Schulamt einzusehen.

◽️ Klagerecht gegen die Entscheidung des Schulamtes.


Quelle: https://www.muehlenkreis.de/media/custom/1891_1219_1.PDF?1337852080

Teilhabe

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Teilhabe bedeutet das Einbezogensein in eine Lebenssituation. Der Begriff der Teilhabe spielt eine große Rolle im Behinderungskonzept der Weltgesundheitsorganisation, dem die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) aus dem Jahre 2001 zugrunde liegt. Teilhabe ist hier mit Fragen nach dem Zugang zu Lebensbereichen, der Daseinsentfaltung, dem selbstbestimmten Leben und der Chancengerechtigkeit verknüpft. Eine ebenfalls wichtige Rolle spielen Fragen der Lebenszufriedenheit, der erlebten gesundheitsbezogenen Lebensqualität und der erlebten Anerkennung und Wertschätzung in den Lebensbereichen, die für die betrachtete Person wichtig sind.


Der Begriff der Teilhabe im SGB IX


Durch das SGB IX hat der Begriff Teilhabe eine politisch aktuelle Bedeutung für Menschen mit Behinderung bekommen. Teilhabe wird als sozialpolitisches Konzept für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung definiert und löst damit alte Konzepte der Fürsorge und Versorgung mit Bezug auf Menschen mit Behinderung ab (Paradigmenwechsel).


Quelle: https://www.talentplus.de/lexikon/Lex-Teilhabe/

Zielgleich / Zieldifferent 

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Gemeinsamer Unterricht kann zielgleich oder zieldifferent sein:


  • Beim zielgleichen Unterricht streben alle Kinder und Jugendlichen einer Klasse das gleiche Lernziel an, ggf. haben Jungen und Mädchen mit Behinderungen bei Prüfungen etc. Anspruch auf einen Nachteilsausgleich.


  • Im zieldifferenten Unterricht werden die Lernziele für Schülerinnen und Schüler, die eine sonderpädagogische Förderung benötigen, individuell festgelegt.


Zahlreiche Schulen unterrichten einzelne Personen mit Behinderungen. Das ist häufig der Fall, wenn Kinder und Jugendlichen zielgleich unterrichtet werden. In anderen Schulen ist das gemeinsame Lernen ein wesentlicher Bestandteil des Schulprogramms. Das schließt in der Regel auch den zieldifferenten Unterricht mit ein. Die meisten Schulen, die gemeinsamen Unterricht anbieten, sind Regelschulen. Eine weitere Form für die Organisation des gemeinsamen Unterrichts stellen sogenannte Kooperationsklassen dar. Formen des gemeinsamen Unterrichts gibt es in allen Schulformen der öffentlichen und privaten Schulen.


Quelle: https://www.einfachteilhaben.de/DE/AS/Themen/Schule/FoerderungSchule/GemeinsamerUnterricht/gemeinsamerunterricht_node.html

Inklusive Beschulung 

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Inklusive Beschulung ist die Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderanspruch im gemeinsamen Unterricht an der Regelschule.

Die Personen, die inklusiv beschult werden, gehören zu „ihrer“ Klasse an der allgemeinen Schule. Entsprechend ist ihr Bildungsangebot einerseits von deren Profil geprägt, andererseits gilt für sie der Bildungsplan der jeweiligen sonderpädagogischen Fachrichtung, der sich an individuellen Lernbedürfnissen und Fähigkeiten orientiert. Sonderpädagog*innen sind zur Förderung der Kinder mit sonderpädagogischem Bildungsanspruch an die Regelschulen abgeordnet. Die Anzahl der Kooperationsstunden richtet sich nach dem Förderschwerpunkt und der Anzahl der inklusiv zu unterrichtenden Schüler*innen.


Durch die inklusive Beschulung ist die Kooperation mit vielen Partnerschulen stärker und intensiver geworden. Kooperieren bedeutet im inklusiven Setting und für alle Beteiligten eine gemeinsame Grundhaltung, viele Absprachen, gemeinsame Fortbildungen und eine intensive Arbeit mit ständiger Reflexion, damit die Zusammenarbeit ein fruchtbarer Beitrag zum Schulerfolg der Kinder mit Lernproblemen wird. Die Elternarbeit und die individuelle Lern- und Entwicklungsplanung findet ebenfalls in Kooperation statt.


Quelle: https://pes-gp.de/index.php/unsere-schule/inklusive-beschulung

Patenprojekt 

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Patinnen und Paten nutzen ihre Erfahrung, um Menschen, die neu bei uns starten an die Hand zu nehmen und ihnen die AssistenzUp-Tür in unser großes Team zu öffnen. Dabei werden dir zwei erfahrene Personen zugeordnet, die für die Beantwortung deiner Fragen stets zur Stelle sind. Ein privates Treffen zum angenehmen Kennenlernen ist ebenfalls möglich. 

Verfahrensbeistand

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Zur Wahrung der Interessen des Kindes oder Jugendlichen  im gerichtlichen Verfahren wird vom Gericht ein Verfahrensbeistand (vormals Verfahrenspfleger*in) in Fällen bestellt, in denen eine Einschränkung oder gar der gänzliche Entzug der elterlichen Sorge oder eine größere Einschränkung des Umgangsrechts im Raum steht. Die persönliche Anhörung des Kindes oder des Jugendlichen ist im Gesetz ausdrücklich vorgesehen.

Die originäre Aufgabe des Verfahrensbeistands besteht darin, das (wohlverstandene) Interesse des Gegenübers festzustellen und im Verfahren zur Geltung zu bringen. Er ist nicht allein dem vom Kind oder Jugendlichen geäußerten Wünschen verpflichtet, sondern muss auch objektive Gesichtspunkte des Kindeswohls berücksichtigen. Die damit verbundenen Abwägungen sind nicht immer einfach. Umso wichtiger sind alle Gespräche, in denen eine altersgemäße Information und Aufklärung stattfindet. Zusätzlich kann der Verfahrensbeistand beauftragt werden, am Zustandekommen einvernehmlicher Regelungen mitzuwirken.




Fallteam 

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Die Kollegiale Beratung ist ein systematisches Beratungsgespräch, in dem Kolleg*innen sich nach einer vorgegebenen Gesprächsstruktur wechselseitig zu beruflichen Fragen und Schlüsselthemen beraten und gemeinsam Lösungen entwickeln. 

Bei AssistenzUp kommen für die kollegiale Beratung einmal monatlich fünf bis fünfzehn Mitarbeitende zusammen, um sich gemeinsam über aktuelle und wiederkehrende Herausforderungen des Schulbegleitungsalltags auszutauschen. Dabei gibt es für jede*n Teilnehmenden die Möglichkeit Praxisfragen, Probleme und Fälle einzubringen. Alle Rollen der kollegialen Beratung wechseln daher je nach Fallberatung, es gibt keine festen Rollenverteilungen unter den Teilnehmenden und keine Berater*innen oder Expert*innen von außen, die in die Gruppe kommen. Das macht das Kollegiale an der kollegialen Beratung aus. 

Die Fallberatung läuft nach einem festen Ablaufschema ab, das zur Orientierung dient und dabei unterstützt, dass alle Phasen der Fallberatung Zeit und Raum bekommen dürfen.  Die Herausforderungen und Themen sind dabei so vielfältig wie unsere Mitarbeitenden und unsere Schützlinge. 
Uns ist es wichtig, dass im Fallteam ein Raum von Sicherheit und Vertrauen entsteht, in dem jede*r Teilnehmende offen über eigene Gedanken, Gefühle und Unsicherheiten sprechen darf - denn jede*r schwierige Fall ist ein Geschenk für die Gruppe, an dem alle Anwesenden gemeinsam lernen und wachsen dürfen. Und davon profitieren letztlich die Schützlinge.


Pflegekinderdienst 

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Eltern und Elternteile, die von Krankheit, Trennungen und/oder wirtschaftlicher Not betroffen sind, in engem Wohnraum leben oder keine hilfreiche Unterstützung haben, sind oft im Zusammenleben mit Kindern belastet. Kommen mehrere Faktoren zusammen entsteht oftmals eine Krise, die nur durch Hilfe von Außen zu lösen ist. Das Jugendamt bietet Beratungen und Hilfen für Familien in ambulanter Form an. Damit wird der Familie im Zusammenleben mit dem Kind geholfen.

Erst wenn diese Hilfsform nicht ausreicht und das Kindeswohl gefährdet ist, wird das Kind von der Familie getrennt. Oft wird dann das Familiengericht eingeschaltet. Das Kind kann Misshandlungen, Vernachlässigung, sowie unzureichende Versorgung und Förderung erlebt haben.

Entsprechend dem Alter des Kindes und seinem individuellen Bedarf wird die Aufnahme in einer Pflegefamilie, bei Pflegeeltern bzw. bei einer Pflegeperson angestrebt. Hier werden dem Kind neue und positive Erfahrungen mit familiären Beziehungen ermöglicht.


Quelle: https://www.bergischgladbach.de/pflegekinderdienst.aspx

Sozialpsychiatrisches Zentrum 

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Das Sozialpsychiatrische Zentrum ist eine Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit psychischen Erkrankungen und in schwierigen Lebenssituationen. Dieses Zentrum bietet eine gute Anlaufstelle um:

  • sich beraten zu lassen
  • offene Treffen zu nutzen
  • andere Menschen kennenzulernen
  • nicht mehr allein zu sein.


Quelle: https://www.drk-koeln.de/angebote/selbstbestimmt-leben/sozialpsychiatrisches-zentrum-lindenthal.html



Fachleistungsstunde 

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Fachleistungsstunden können für die Leistungserbringung im ambulanten Bereich der Eingliederungshilfe im Rahmen von § 53,54 SGB XII mit den Leistungsträgern vereinbart werden. Sie wurden zunächst schwerpunktmäßig im Bereich der Jugendhilfe entwickelt (z. B. sozialpädagogische Familienhilfe SpFh), finden jedoch zunehmend Anwendung in allen Bereichen der sozialen Dienstleistungserbringung. Der Inhalt einer Fachleistungsstunde ist präzise im Rahmen der Leistungsvereinbarung zu definieren.

Der Preis einer Fachleistungsstunde muss alle betrieblichen Kosten decken, die zur Leistungserbringung erforderlich sind. Hierzu gehören u.a. die Kosten zur Vor- und Nachbereitung, Dokumentation, Vertretung, Ausfall, Verwaltungs- sowie Regiekosten, Fortbildung, sowie Sachkosten (Raum, Telefon, Ausstattung, Material etc.). Fahrtkosten (An- und Abfahrtskosten) werden in der Regel gesondert vereinbart. Man unterscheidet zwischen den direkten Kosten (Face-to-Face) und den indirekten Kosten. Die indirekten Kosten wiederum werden oftmals unterschieden in „fallspezifische“ und „fachspezifische“ Aktivitäten.


Zu den fachspezifischen Kosten zählen z.B. Praxisberatung, Teamsitzungen, Arbeitsgemeinschaften etc.. Fallspezifische Aktivitäten umfassen Hilfeplankonferenzen, Behördenkontakte, Fehlbesuche, Dokumentation, Vor- und Nachbereitung sowie Berichtswesen. Die Fachleistungsstunde geht von einer „Nettoarbeitszeit“ des/der Mitarbeiter*innen aus. Sie definiert die tatsächlichen Leistungsstunden, die ein/e Mitarbeitende/r jährlich abzgl. Urlaub, Krankheit, Fortbildung durchschnittlich netto zur Verfügung steht. 


Bibliothek:


Diese Arbeiten findest du in der Bibliothek.

Nachteilsausgleich

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Nachteilsausgleiche zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und/oder einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung durch gezielte Hilfestellungen in die Lage zu versetzen, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anforderungen nachzuweisen.

Quelle: https://www.schulministerium.nrw/sites/default/files/documents/1-Arbeitshilfe_Primarstufe.pdf